Flipping von Journals in den OA

Hallo! Eine Professorin an unserer Hochschule ist Mitherausgeberin einer Zeitschrift, die klassisch über Subskriptionszahlungen finanziert wird. Das Herausgebergremium sondiert nun Möglichkeiten, das Journal zu flippen und zukünftig als Gold-OA-Zeitschrift weiterzuführen. APCs schließen die Herausgeber dabei als alternative Finanzierungsquelle aus. Welche Möglichkeiten gibt über Publikationsgebühren hinaus? Modelle wie OLH scheiden aus, weil es sich um ein stark anwendungsbezogenes Themenspektrum aus dem Gesundheitsbereich handelt.
Über Hinweise aus der Community würde ich mich freuen!

Hilft dieser Überblick über alternative Finanzierungsmodelle weiter?

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Vielen Dank! Das ist auf jeden Fall ein guter Ausgangspunkt, um eine passende Finanzierungsmöglichkeit ausfindig zu machen. Die TIB baut ja offenbar einen ähnlich gelagerten Service auf:
https://blogs.tib.eu/wp/tib/2020/10/22/neue-open-access-plattform/
Das klingt für unseren spezifischen Bedarf ganz passend und es lohnt sich bestimmt, zu den Kolleg_innen vor Ort Kontakt aufzunehmen.

Wir bei CEUR-WS.org erheben seit 1995 keinerlei Gebühren. Der OA-Service wird bei uns durch freiwillige Arbeit des Editorial Boards realisiert. Sobald Geld im Spiel ist, werden die Arbeitsprozesse m,ehr als doppelt so komplex.

Herzlichen Dank für den Hinweis!

Lieber Herr Dinter, jenseits von APC-Zahlungen und gemeinschaftlicher Finanzierung (wie bei OLH) wird es vermutlich schwierig. Ist die Zeitschrift denn außerhalb der Wissenschaft platziert ihrem starken Anwendungsbezug? Wie wird die Zeitschrift denn bisher finanziert - Abonnements durch Bibliotheken oder durch ärztliche Praxen?

Grundsätzlich wäre es wichtig, sich den Finanzbedarf anzuschauen: Muss die Zeitschrift Gewinn abwerfen? Welche Kosten entstehen für welche Dienstleistungen? Können alle oder einige der Aufgaben durch Bibliotheken/wissenschaftliche Einrichtungen übernommen werden? Vielleicht ist die ZB MED hier auch eine gute Anlaufstelle: https://www.zbmed.de/en/publishing/overview/

Lieber Herr Tullney, erstmal vielen Dank für die ausführlichen Antworten und den Hinweis auf die ZB MED bzw. die Dienstleistungen von Publisso. Der Service klingt sehr interessant und ich werde ihn den Verantwortlichen bei nächster Gelegenheit als Variante vorschlagen.

Es handelt sich übrigens um eine Zeitschrift für Ergotherapeut_innen (hauptsächlich Praktiker_innen), die sich derzeit zum Großteil über Abonnements nicht-institutioneller Abnehmer finanziert. In einem Gespräch mit den Herausgeber_innen hat sich nun eine alternative Finanzierungsmöglichkeit über die entsprechenden Berufsverbände in den DACH-Staaten ergeben, die wir im weiteren Verlauf prüfen werden. Das Editorial Board ist natürlich sehr daran interessiert, mit dem administrativen Aufwand so wenig wie möglich zu tun zu haben. Deswegen die Idee, sich einen professionellen Partner ins Boot zu holen, der diese Aufgaben gegen eine Gebührt übernimmt.