OA auf der ganzen Wertschöpfungskette

Ich möchte gerne eure Meinung zu folgendem Standpunkt: Meiner Meinung nach reicht es nicht, wenn nur das Endprodukt (=der wissenschaftliche Artikel) als open-access bereitgestellt wird. Auch Dienstleistungen wie Indizierung der Artikel und Berechnung von Metriken sollen (kosten-)frei zugänglich gemacht werden.

Hallo,

Eine technische Frage - in welcher Form liegen die Artikel vor? In den meisten Fällen ergeben sich solche Metriken ja schon von alleine und müssten nur ausgelesen werden.

Ich meine bibliographische Daten, die zB von Web of Science oder Scopus aggregiert werden und dann kostenpflichtig anegeboten werden.

Das ist schon lange meine Rede, s. https://publikationen.sulb.uni-saarland.de/handle/20.500.11880/25692. Ohne offene Metriken keine offene Wissenschaft. Allerdings sind Altmetrics meistens keine offenen Metriken.

1 Like

Dazu gibt es verschiedene Initiativen, z.B. https://commons.datacite.org/. Speziell für offene szientometrische Indikatoren haben wir im Projekt ROSI einen Prototypen entwickelt, um auszuprobieren, wie hier eine Visualisierung aussehen kann: https://labs.tib.eu/rosi/prototype/.

Es gibt hier noch viel zu tun, aber immerhin geht die Entwicklung langsam in die richtige Richtung, auch Dank Initiativen wie I4OC.

2 Like

Hallo @C_H,

Ich beschäftige mich beruflich mit ähnlichen Fragestellungen und finde den Prototyp sehr interessant. Damit ein solcher Ansatz durchgesetzt werden kann benötigt man ein standardtisiertes Format in dem alle Artikel vorliegen müssen. Ist ein solches bei OA Publikationen schon etabliert?

Die Ideallösung ist es ja das nach dem Einreichen eines Artikels dieser automatisch eingeordnet wird und Tabellen ausfüllt aus denen Übersichten, Graphen oder Beziehungen erstellt werden können.

Von welchen Metriken reden wir? Das eine sind die „gängigen“ bibliometrischen Indikatoren wie Altmetrics, Zitationen etc., auf die ich mich gerade bezog.
Informationen aus dem Inhalt eines Artikels über den Inhalt eines Artikels zu extrahieren, ist deutlich aufwändiger. Und oft sind diese Informationen tatsächlich nicht zugänglich, zumindest soweit mir das bekannt ist. Oder wie ist die „automatische Einordnung“ gemeint? Im Sinne von Sacherschließung?

Ich denke, dass die Anzahl der Zitate die wichtigste Metrik ist. Sie geht dann in viele abgeleitete Metriken ein. Das Problem mit einigen kommerziellen Diensten ist, dass sie nicht transparent darüber sind, welche Quellen sie einbeziehen.
G. Scholar und andere analysieren auch den Inhalt von Artikeln mit Algorithmen, die zumindest mir nicht bekannt sind.

Ich hatte mich hier zu Wort gemeldet, weil mich die Thematik interessiert. Ich bin allerdings nicht damit vertraut wie die Publikationen hier gespeichert, kategoriersiert und mit Tags oder dynamischen Indikatoren (wie Anzahl an Zitaten) versehen werden.

Es gibt eine Reihe von OpenSource Lösungen mit denen man zum Beispiel Volltext-Suchen realisieren kann - etwas womit ich mich beschäftigt habe. Und Ich habe auch von Kollegen sehr schöne Lösungen gesehen wie man Beziehungen zwischen Artikeln visualisieren kann - der Art:

Zeige mir alle Artikel N die aus Artikel a zitieren und filtere das Ergebnis, so daß nur Artikel gezeigt werden an denen Autoren beteiligt waren die auch in Artikel a Erwähnung finden.

@manfredjeusfeld Sind das die Metriken von denen Sie (ich glaube hier im Formum duzt man sich? :thinking:) sprachen. Oder hatte ich die ursprüngliche Anfrage falsch verstanden?

Hallo! Metriken sind aus meiner Sicht keine Suchanfragen. Metriken messen etwas, meist indem sie etwas (z.B Anzahl der Zitate) zusammenaddieren. Hier im Forum werden meines Wissens keine Publikationen gespeichert (?).

Die Suchanfrage wäre dann ja nur eine Anwendung der Metrik. Aber es ist richtig - selbst diese Indikatoren fehlen häufig schon bei OpenAccess Sammlungen.

Im Discourse Forum nicht - gibt es überhaupt eine globale OpenAccess Sammlung ? Wenn ich danach suche finde ich nur Seiten von Universitäten und Instituten. Ich hatte es so verstanden das hier so etwas aufgebaut wird oder bereits existiert.