R&P Verträge: Checkliste Do's and Don'ts

Liebe OA-Community

Wie geht ihr an einen neuen Read&Publish-Vertrag heran um ihn zu analysieren und zu bewerten? Auf welche Klauseln legt ihr besondere Aufmerksamkeit? Was sind eure Do’s and Don’ts? Habt ihr vielleicht eine Art Checkliste, die wir uns ansehen und ggf. für interne Zwecke abkupfern dürften.

Herzlich, Laura

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Liebe Laura,

R&P würde ich im Kontext von Transformationsverträgen lesen, also nicht im Kontext einer dauerhaften Parallelfinanzierung von Subskription und Open Access.

Ein wichtiger Ausgangspunkt könnten die ESAC-Prinzipien sein:

Guidelines for Transformative Agreements: https://esac-initiative.org/about/transformative-agreements/guidelines-for-transformative-agreements/

Außerdem gibt es bei der ESAC-Initiative Verweise auf Verhandlungsprinzipien in verschiedenen Ländern/Szenarien:

Negotiation principles internationally, https://esac-initiative.org/guidelines/

Ansonsten empfiehlt sich vielleicht ein Blick in diese Publikation aus der ad-hoc AG Open Access Gold der Allianzinitiative:

Bruch/Geschuhn/Hanig/Hillenkötter/Pampel/Schäffler/Scheiner/Scholze/Stanek/Timm/Tullney: Empfehlungen zur Open-Access-Transformation: strategische und praktische Verankerung von Open Access in der Informationsversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen, https://doi.org/10.3249/allianzoa.011

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Jenseits der natürlich angestellten Kostenvergleiche zum vorherigen Subskriptionsvertrag fände ich es wichtig, auf das Transformationspotential zu schauen: Gibt es eine klare Perspektive, dass das Produkt in Richtung Komplett-Open-Access entwickelt wird? Oder wird der hybride Status verstetigt ohne Weiterentwicklung? Hier muss man sich auch fragen, welche Signalwirkung beabsichtigt ist: Geht es „nur“ darum, dass ein Teil des Contents Open Access verfügbar gemacht wird (z.B. der Output der eigenen Institution)? Oder geht es darum, dass durch einen solchen Vertrag dazu beigetragen wird, dass die Publikation perspektivisch umgestellt wird? Letzteres ist die Hoffnung vieler solcher Initiativen, und diese Hoffnung könnte man dann ja auch versuchen, vertraglich abzubilden.

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CESAER, ein Zusammenschluss technischer Universitäten in Europa, hat Anfang des Jahres im Positionspapier zu „Open Access in Horizon Europe“ einen Passus zu Read&Publish gehabt:

We acknowledge the potential value of fast-growing read and publish agreements with publishers as a way to reach the objective of full open access in a quicker, more efficient fashion. However, we stress the need for such agreements to be truly transformative as outlined in the Plan S principles; this includes a defined mechanism to enable the transition in a cost-neutral way to fully open access for all journal titles. We emphasise that there are also other means (than transformative agreements) to get to 100% open access, notably by supporting the many existing fully open access publishers and by using and supporting university-run infrastructure. (https://doi.org/10.5281/zenodo.3686955)

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Vielen herzlichen Dank für diese Inputs. Das meiste habe ich mittlerweile bereits selber eingearbeitet. Bin froh zu sehen, dass ich auf dem richtigen Track bin. Das Positionspapier kannte ich noch nicht.

In diesem Kontext ist vielleicht dieser neue Artikel interessant:

Borrego, Á., Anglada, L. and Abadal, E. (2020), Transformative agreements: Do they pave the way to open access?. Learned Publishing. https://doi.org/10.1002/leap.1347

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